Flüchtlinge in der Gemeinde Biberach

Aktuelles

Poolbildung ehrenamtlicher Helfer zur Betreuung von Flüchtlingen

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,
 
am vergangenen Mittwoch, 26.10.2016, fand ein weiterer „Runder Tisch“ zum Erfahrungsaustausch der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer zur Betreuung und Integration der in Biberach derzeit untergebrachten und auch zukünftig unterzubringenden Flüchtlinge statt.
 
Danach besteht derzeit Bedarf bei den folgenden Aufgaben/Tätigkeitsfeldern, weitere ehrenamtliche Helfer zu finden:
 
1. Fahrdienste, z. B. für Arztbesuche, Behördengänge
2. Hausaufgabenbetreuung
3. Sprachunterricht für Erwachsene
 
Ziel ist es, „Pools“ zu bilden, die dann bei entsprechendem Unterstützungsbedarf angefragt werden können.
 
Wir würden uns freuen, wenn sich weitere Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde dazu bereiterklären, Patenschaften für Flüchtlinge zu übernehmen und/ oder für einzelne Aufgaben (unterstützend) zur Verfügung stellen. Vielen Dank.
Hierzu dürfen Sie sich gerne an Herrn Becker (matthias.becker@biberach-baden.de) oder Frau Hengstler (rosalinde.hengstler@biberach-baden.de) wenden.
Seitens der Diakonie Haslach ist für die Ehrenamtlichen auch Frau Hundt (elke.hundt@diakonie.ekba.de), seitens der Caritas Haslach Frau Brüschke (stefanie.brueschke@caritas-kinzigtal) Ansprechpartner.


Unterstützungs- und Hilfsangebote für geflüchtete Menschen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Zahlreiche Flüchtlinge stehen derzeit in den Gemeinden vor der Herausforderung -teils ohne soziales Netzwerk oder Deutschkenntnisse - ein neues Leben aufzubauen. Es gibt viele Einrichtungen und Stellen, die den Menschen zur Hilfe kommen.
So steht z. B. das Bundesfamilienministerium mit umfassenden Unterstützungs- und Hilfsangeboten zur Seite. Informationenmaterialien zu Angeboten der Einrichtung findet man im Internet unter www.bmfsfj.de/informationen-fluechtlinge.
 
Außerdem hat die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung in Kooperation mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Willkommen bei Freunden“ eine App zur besseren Koordinierung des ehrenamtlichen Engagements für Flüchtlinge in Deutschland entwickelt. Ziel ist es, die Kommunen zu entlasten und das Ehrenamt vor Ort zu stärken. Mit Hilfe dieser App können Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten, einen schnellen Zugang zu Initiativen finden und direkt sehen, welche Art der Unterstützung aktuell gebraucht wird. Eine Anmeldung ist online unter www.willkommen-bei-freunden.de/helfen möglich.
 
Des Weiteren gibt es über das Bundesprogramm „Menschen stärken Menschen“ eine Telefonhotline, welche unter der Nummer 0800 200 50 70 zu erreichen ist. Hier gibt es weitere Infos für Interessierte, die eine Patenschaft eingehen, eine Vormundschaft übernehmen oder sich als Gastfamilie für minderjährige Flüchtlinge zur Verfügung stellen wollen.
Man bekommt hier verschiedene Möglichkeiten des Engagements aufgezeigt und Unterstützung bei der Suche nach einer passenden Organisation vor Ort, die Engagierte vermittelt.


Kleiderkammer hat Hochbetrieb

Kleiderkammer Zell am Harmersbach

In der Spitalstraße 5 in Zell finden ab sofort Flüchtlinge und sozial Schwächere gebrauchte Kleidung

In der Spitalstraße 5 in Zell a. H. wurde nun eine Kleiderkammer für Flüchtlinge und sozial Schwächere eingerichtet.  Die Sammelstelle für gebrauchte Kleidungsstücke, Schuhe und Haushaltsgegenstände ist für alle vier Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft zuständig und wird ehrenamtlich betrieben. Kurz nach Eröffnung herrscht schon Hochbetrieb.

Seit einer Woche ist die neue Kleiderkammer in den Ladenräumen des ehemaligen Schuhgeschäfts in der Spitalstraße 5 Zell eingerichtet. Immer dienstags öffnet die Kammer von 14 Uhr bis 16 Uhr ihre Türen für die Annahme und Abgabe von Kleiderspenden und das hat sich offensichtlich bereits herumgesprochen. Als gestern Zells Bürgermeister Günter Pfundstein, seine Biberacher Amtskollegin Daniela Paletta und Hauptamtsleiterin Dominika Hättig aus Oberharmersbach zum Antrittsbesuch erschienen, herrschte Hochbetrieb.
Vor allem Flüchtlinge stöberten in Hemden, Hosen, Pullovern und Schuhen und so manches gut erhaltene Stück ging über die Ladentheke. Übrigens für einen geringen Betrag bis zu einem Euro pro Teil. »Wir verlangen für die Kleidung etwas, damit nicht zu viele Sachen geholt und danach weggeworfen werden«, erklärt Hildegard Bohn, eine der fünf ehrenamtlichen Helferinnen, die gestern Dienst in der Kleiderkammer hatten. Das Geld wird unter anderem dafür verwendet, frische Unterwäsche einzukaufen. Die möchte wohl niemand gebraucht haben.
Neben Hildegard Bohn beraten an diesem Tag noch Christa Lehmann, Margret Thoma, Erika Guldin und Marianne Vetter ihre »Kunden«. Mit zum Team gehört noch Monika Bleier. »Unterstützung ist bei uns jederzeit willkommen«, so Marianne Vetter, die sich zusammen mit ihrem Sohn Dirk ganz besonders bei der Einrichtung der Kleiderkammer engagiert und viel Eigenarbeit investiert hatte. »Dirk Vetter hatte auch die Idee, in den leerstehenden Räumen die Kammer einzurichten und ist damit an mich herangetreten«, berichtete Bürgermeister Günter Pfundstein. Bei der Stadt Zell, Eigentümerin des Gebäudes, stieß die Idee auf offene Ohren, zumal die bisherige Kleiderkammer in der »Laube« an ihre Kapazitätsgrenzen stieß. Die Stadt überließ den rührigen Frauen die Räume kostenlos, Kosten für Strom, Heizung  und Wasser teilen sich die vier Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft.
»Das Gebäude, in dem im Obergeschoss auch eine Wohngemeinschaft für unbegleitete Flüchtlinge untergebracht ist, kann nun zwei Jahre in dieser Form genutzt werden«, so Pfundstein. Danach wird über die weitere Zukunft des städtischen Hauses entschieden. Die jugendlichen Flüchtlinge der WG im Haus haben übrigens beim Einrichten auch feste mit angepackt.

Sportsachen gefragt
Günter Pfundstein betonte, dass die Kleiderkammer für Flüchtlinge und sozial Schwächere gedacht ist. Das Angebot der Kammer umfasst Kleidung aller Art, von Kinder- bis Erwachsenengrößen. Aber auch Schuhe, Spielsachen, Geschirr und weitere Haushaltsgegenstände finden sich in den Regalen. Auch eine Anprobekabine steht zur Verfügung. Die Hemden, Hosen und Jacken stapeln sich zwar, dennoch kann die Kleiderkammer Nachschub immer gebrauchen. »Vor allem Kleidung für Jugendliche oder Sportsachen können wir gut gebrauchen«, so Hildegard Bohn. Und sie betont, dass die Kleidung, die abgegeben wird, nicht etwa aus Lumpen bestehen soll. »Wir wünschen uns tragfähige, saubere Kleidungsstücke und sortieren bei der Annahme natürlich auch«, so die Ehrenamtliche. Und Hildegard Bohn bittet auch darum, außerhalb der Öffnungszeiten keine Säcke einfach vor die Tür zu stellen. »Lieber unter • 07835/65121 anrufen und einen Termin vereinbaren«, ergänzt Marianne Vetter, die dann die Tür aufschließen würde.
Da die Frauen für die Kleiderabgabe einen kleinen Obolus verlangen, eine Kasse geführt wird und eventuell Spendenbescheinigungen ausgestellt werden müssen, macht es Sinn, sich einen Partner für die Trägerschaft der Einrichtung zu suchen. Den haben die Frauen wohl in der Seelsorgeeinheit Zell gefunden. Pfarrer Bonaventura Gerner hat bereits Zustimmung signalisiert.
Günter Pfundstein fuhr übrigens gestern mit dem Auto die paar Meter vom Rathaus zur Kleiderkammer. Das hatte den Grund, dass der Bürgermeister im Kofferraum Säcke mit gebrauchter Kleidung verstaut hatte. »Meine Frau weiß davon«, so Pfundstein augenzwinkernd.

Quelle: Offenburger Tageblatt / Dietmar Ruh


Flüchtlinge in Biberach

Durch immer mehr Krisenherde in den verschiedenen Regionen der Welt verlassen zahlreiche Menschen ihre Heimat und werden so zu Flüchtlingen.
In den vorherigen Jahren ist die Zahl der Flüchtlinge in Deutschland kontinuierlich angestiegen. So kommen diese Menschen auf ihrer Flucht auch bis nach Biberach.
Die Gemeinde Biberach möchte den Flüchtlingen ein menschenwürdiges und selbstständiges Leben ermöglichen.
Dieses Ziel ist aber nur mit vereinten Kräften von der Gemeinschaft und der Gemeindeverwaltung zu erreichen.

Flüchtlinge unter uns - Gemeinsame Stellungnahme der politischen und kirchlichen Gemeinden

Die Vertreter der politischen und kirchlichen Gemeinden haben sich aufgrund der Flüchtlingssituation zu einer gemeinsamen Stellungnahme entschieden, in der die Bevölkerung um Gastfreundschaft und Hilfe gebeten wird. Bei einer gemeinsamen Besprechung wurde beschlossen, dass die Gemeinden zeitnah zu einem sog. "Runden Tisch" einladen sollen. Hier können sich ehrenamtliche Bürgerinnen und Bürger, die helfen wollen, treffen und austauschen.

Unterstützer der Stellungnahme:

Bürgermeisterin Daniela Paletta
Bürgermeister Günter Pfundstein
Bürgermeister Carsten Erhardt
Bürgermeister Siegfried Huber
Pfarrer Bonaventura Gerner
Vorsitzender Dr. Ansgar Horsthemke
Pater Richard Dutkowiak
Bruder Pirmin Heppner
Gemeindediakonin Judith Müller
Gemeindediakon Markus Kaupp-Herdick
Pfarrer Reinhard Monninger
Vorsitzende Solveigh Petersen

Runder Tisch zur Integration der Flüchtlinge und Asylbewerber

Auch der Gemeinde Biberach ist das Thema "Flüchtlingshilfe" ein großes Anliegen. Die Gemeinde Biberach hat deshalb bereits zu einem "Runden Tisch" eingeladen. Dieser Arbeitskreis will sich über die Unterbringung hinaus um Hilfsangebote und die soziale Integration der Flüchtlinge bemühen. Die Menschen sollen sich willkommen fühlen und wissen, wohin sie sich mit ihren Fragen und Problemen wenden können. An dem Auftakttermin haben die Bürgermeisterin, der Ortsvorsteher von Prinzbach, Vertreter von Kirchlichen Organisationen und Vereinen und einige Privatpersonen sowie Vertreter der Diakonie Hausach teilgenommen. Menschen, die daran interessiert sind, können sich bei der Gemeindeverwaltung, Herr Becker, Tel.: 07835/6365-31 oder per E-Mail: matthias.becker@biberach-baden.de melden.

Ziel des runden Tisches ist es, in der Gemeinde den Asylbewerbern und Flüchtlingen ein Netzwerk von Ansprechpartnern aufzubauen, die den Flüchtlingen helfen, ihr Leben hier zu bewältigen, Kontakte mit ihnen zu pflegen, sie evtl. bei Arztterminen und bei Behördengängen zu begleiten und sie über die Angebote an Sprachkursen, Kleiderkammern usw. zu informieren.
 
Darüber hinaus ist es Aufgabe des runden Tisches, den Flüchtlingen Informationen und Vermittlung von Hilfsangeboten der Gemeinde und des Ortenaukreises bereitzustellen.

Flüchtlingshelfer im Ortenaukreis

Das Landratsamt Ortenaukreis stellt den ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern im Landkreis Frau Ursula Moster als Ansprechpartnerin zur Seite.
Frau Moster unterstützt und koordiniert die zahlreichen bereits bestehenden Helferkreise und informiert interessierte Bürgerinnen und Bürger über die Möglichkeiten, sich in der Flüchtlingshilfe zu engagieren.
Unter dem Direktlink www.ortenaukreis.de/helfen hat das Landratsamt Ortenaukreis ein zentrales Internetportal für Flüchtlingshilfe zur Verfügung gestellt. Auf dieser Seite werden unter anderem hilfreiche und aktuelle Informationen gebündelt und eine Informationsplattform für Spenden bereitgestellt.

Die Gemeinden wurden von Frau Wolf, Integrationsbeauftragte der Stadt Offenburg und Frau Moster, Ansprechpartnerin ehrenamtliche Flüchtlingshelfer auf folgenden Link aufmerksam gemacht.

Ab sofort steht ein Erstorientierungsflyer für Asylsuchende des Bundesamtes (auf Deutsch, Englisch und in den Sprachen Arabisch, Dari, Farsi und Tigrinya zum Download) zur Verfügung.

Er gibt wichtige Informationen für die Durchführung eines Asylverfahrens in Deutschland und hilft Asylsuchenden bei ihren ersten Schritten in Deutschland.

Hilfe zur Abfall-Sortierung
Das Amt für Abfallwirtschaft bietet auf Ihrer Homepage einen Flyer "So wird im Ortenaukreis sortiert" in verschiedenen Sprachen für Flüchtlinge an.

Die Sortierhinweise finden Sie hier.

Bildungspatenschaften – eine Chance für Kinder und Jugendliche

Kurzinformation für alle, die in der Flüchtlingshilfe tätig sind „Aktion zusammen wachsen – Bildungspatenschaften stärken, Integration fördern“

Information des Deutschen Städte- und Gemeindebundes:

Das Netzwerk "Unternehmen integrieren Flüchtlinge" startet

Am 9. März haben der Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und DIHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer den Startschuss für das bundesweite Netzwerk "Unternehmen integrieren Flüchtlinge" gegeben.
Ziel ist es, das Engagement der Unternehmen insbesondere für Praktikum, Ausbildung und Beschäftigung von Flüchtlingen praxisnah zu unterstützen. Aus kommunaler Sicht ist diese Initiative der Wirtschaft ausdrücklich zu begrüßen. Arbeit und Ausbildung sind zentrale Voraussetzung für eine gelingende gesellschaftliche Integration der Flüchtlinge.

Das neue Netzwerk bietet Unternehmen, die sich für Flüchtlinge engagieren oder engagieren wollen, Informationen zu Rechtsfragen, Integrationsinitiativen und ehrenamtlichem Engagement. Zudem liefert es Praxis-Tipps zur Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Beschäftigung und ermöglicht Erfahrungsaustausch und Kooperation zwischen den Unternehmen. Zu diesem Zweck werden außerdem bundesweit in verschiedenen Regionen Veranstaltungen stattfinden, bei denen Unternehmen ihre Praxis-Beispiele und Wissen austauschen können. Darüber hinaus bietet eine Online-Plattform für Mitglieder die Möglichkeit, Erfahrungen und Erkenntnisse zu teilen.
Das auf Initiative des DIHK entstandene Netzwerk wird vom Bundeswirtschaftsministerium mit rund 2,8 Millionen Euro gefördert.

Weitere Infos finden Sie unter www.unternehmen-integrieren-fluechtlinge.de.

Syrischer Flüchtling, Bewirb Dich jetzt - syrvive standardisiert den Bewerbungsprozess

Projekt „syrvive“

Auf http://www.syrvive.de steht ein einfacher, strukturierter, in ungefähr 15 Minuten absolvierbarer Bewerbungsfragebogen für die/den syrischen Arbeitssuchende/n bereit.
Es genügt ein Klick auf den großen roten Knopf „Bewirb Dich jetzt“, in der englischen Version „Apply now“, um den Bewerbungsprozess aufzurufen.
Syrische Arbeitssuchende erhalten so die Möglichkeit, Ihre Qualifikationen eigenständig und direkt in das System einzutragen, was die Chance auf Vermittlung signifikant erhöht.
Die Bewerbung kann sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch durchgeführt werden.

Weitere Informationen: