Breitbandausbau

Auszug aus der Gemeinderatssitzung vom 04.07.2022

Eigenwirtschaftlicher Breitbandausbau in der Gemeinde Biberach

a) Aktueller Sachstand in Biberach
b) Vorstellung der UGG
c) Zustimmung zur Erteilung eines Abschlusses eines MoU

Bürgermeister Jonas Breig begrüßte Herrn Sven Kotschenreuther von der UGG / Ernst & Young GmbH sowie Herrn Josef Glöckl-Frohnholzer, Geschäftsführer der Breitband Ortenau GmbH & Co KG und verwies auf die Sitzungsdrucksache.

Herr Glöckl-Frohnholzer stellte zunächst den aktuellen Sachstand des Breitbandausbaus in Biberach vor. Ende 2021 wurde von der BOKG ein Markterkundungsverfahren durchgeführt. Hierbei wurde herausgefunden, dass Biberach 204 Graue Flecken (Versorgung < 100 Mbit/s) aufweist.
Biberach wird mit der Schule in der Phase 1a bereits erschlossen. Der Bundesförderantrag für die Schule wurde gestellt und vorläufig beschieden. Die Umsetzung erfolgt in 2022. Ein Beratungsvoucher wurde vom Bund beantragt und beschieden.
Der Gemeinderatsbeschluss für die Erschließung der Grauen Flecken in der Phase
2 in Höhe von 622.000,00 Euro (Investition: 4.448 T€) wurde gegeben. Der Förderantrag wurde bereits gestellt und positiv beschieden. Biberach befindet sich derzeit in der Ausbauphase 2a.
Ein hybrider Ausbau mit der UGG („Unsere Grüne Glasfaser“) und der BOKG (Breitband Ortenau GmbH & Co. KG) ist für 2023 geplant.
Hierbei wird ein Hybrides Ausbaumodell von der BOKG umgesetzt. Das bedeutet, dass die UGG in den verdichteten Gebieten ausbaut und die BOKG in den Außenlagen. Um Synergien zu heben, verlegt die UGG die Leerrohre, die für den geförderten Ausbau in den Außenbereichen benötigt werden mit.

Weiter ging Herr Glöckl-Frohnholzer auf das weitere Vorgehen des „geförderten Ausbau“ und des „Eigenwirtschaftlichen Ausbaus“ ein. Die Strategische Zielsetzung für die ganze Ortenau muss sein, dass alle Gebäude mit einer zukunftsträchtigen Glasfaser-Infrastruktur versorgt sind. Dies wird durch den geförderten Ausbau (durch die BOKG) und des eigenwirtschaftlichen Ausbau (durch Telekommunikationsunternehmen) erfolgen. Durch die Topologie der Geländestrukturen können bestimmte Gebäude (Weiße Flecken / Graue Flecken) nicht wirtschaftlich durch ein Telekommunikationsunternehmen erschlossen werden. Diese Gebäude werden durch die BOKG und mit Fördermittel erschlossen.

Herr Glöckl-Frohnholzer informierte, dass die BOKG insgesamt mit drei Telekommunikationsunternehmen zusammenarbeitet, um die Ortenau mit Glasfaser zu versorgen (Deutsche Glasfaser, Vodafone, UGG – Unserer Grüne Glasfaser).
Im Folgenden wurden die Vorteile für die Kommunen des hybriden Ausbaus vorgestellt.
Die Eigenwirtschaftliche Errichtung von zukunftsträchtiger Glasfaserinfrastruktur wird in den Kernbereichen bei dem hybridem Ausbau gewährleistet und spart Investitionsmittel bei der Kommune.
Es werden bereits Graue Flecken durch den eigenwirtschaftlichen Ausbau substituiert. Eine flächendeckende Glasfaserinfrastruktur wird somit schnell und zügig geschaffen. Jedem Bürger in einer Kommune kann ein Glasfaserangebot unterbreitet werden, sodass eine zukunfts- und leistungsfähige Infrastruktur entsteht.

Herr Glöckl-Fohnholzer erläuterte anschließend die weitere Vorgehensweise, die für eine Zusammenarbeit mit der UGG erforderlich ist. Sofern der Gemeinderat zustimmt, können die weiteren Maßnahmen (Ausführungspläne, Vermarktung, Ergänzungsplanung geförderter Ausbau etc.) von der UGG gestartet werden. Die BOKG und die UGG stimmen die Planung gemeinsam ab, sodass der Bau weitestgehend synchron erfolgen kann. Die UGG baut hierbei die Leerrohre für die BOKG für den geförderten Ausbau mit.

Anschließend stellte Herr Sven Kotschenreuther, als Vertreter der UGG, die UGG, deren Zielsetzung sowie die nächsten Schritte vor. „Unsere Grüne Glasfaser“ (UGG) ist ein Joint Venture der Telefónica Gruppe und der Allianz, mit Sitz in Ismaning bei München. „Unsere Grüne Glasfaser“ hat sich zum Ziel gesetzt, moderne Glasfasernetze in ländliche Gebiete zu bringen. Denn nur Glasfaser bietet immer stabile und hohe Übertragungsqualität im Down- und Upload, was zukünftig immer wichtiger wird. Die UGG bietet ein offenes Netzwerk und ist verantwortlich für die Infrastrukturerrichtung, den Betrieb der Infrastruktur sowie das Bereitstellen von Produkten der Telekommunikationsunternehmen an die Gemeinde und an die Bürgerinnen und Bürger.

Die Vorteile des offenen Netzes für die Endkunden sind die Wahlmöglichkeiten zwischen verschiedenen Anbietern, der Preiswettbewerb zwischen den Anbietern sowie das Innovationspotenzial aufgrund des Wettbewerbs. Hierbei erfolgt keine Kostenbeteiligung seitens der Gemeinde für das angebotene Ausbaugebiet, da die UGG vollständig eigenwirtschaftlich ausbaut. Die Eigenbeteiligungsrate bei Förderungen beträgt im Vergleich üblicherweise 10-15 %. Nach Abschluss der Absichtserklärung (MoU-Memorandum of Unterstanding) erfolgt unmittelbar der Start der Projektplanung, wobei die UGG die entsprechenden Genehmigungen anfragen. Anschließend kann direkt mit dem Bau begonnen werden.
Der Anschluss an das Glasfasernetz der UGG erfolgt mittels modernster Technologien. Dies beschleunigt die Bauphase. Die Trassen werden meistens innerhalb eines Tages wieder geschlossen. Aufgrund von Baukapazitäten, der Grobplanung im Vorfeld und die langjährige Erfahrung der Telefónica, kann das Projekt üblicherweise innerhalb von 6-9 Monaten abgeschlossen werden.
Hierbei ist die Vorvermarktung der UGG an keine Mindest-Vorvermarktungsquoten geknüpft.

Die UGG empfiehlt den Bürgerinnen und Bürger den Abschluss eines Vertrags vor der Bauphase, da mit dem Abschluss eines Internet-Service-Provider-Vertrags (ISP-Vertrag) vor der Bauphase der Erschließungspreis der O2 auf 0,00 Euro reduziert wird (Stand: 09.09.2021). Nach der Bauphase erhöht sich der Preis auf 129,99 Euro. Ohne einen ISP-Vertrag betragen die Kosten für die ersten 10 Meter 636,65 Euro.

Nach Vorstellung nahm der Gemeinderat einstimmig von der Planung der Firma UGG Kenntnis und beschloss grundsätzlich, einer Kooperation näherzutreten und den MoU (die Absichtserklärung) zu zeichnen.

Bürgerinformationsabend am Di., 17.01.2017

Breitbandausbau der Deutschen Telekom

Schnelles Internet für Biberach
Einladung zum Bürgerinformationsabend in Biberach,
am Dienstag, 17.01.2017 um 19.00 Uhr
 
Die Gemeinde Biberach erhält nun einen schnelleren Anschluss an die weltweite Datenautobahn. Ca. 1.800 Haushalte profitieren von den neuen leistungsfähigen Internet-Anschlüssen. Die Geschwindigkeit der Übertragung erreicht je nach Entfernung zum Schaltgehäuse bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s).
 
Was für Kunden wichtig ist – Bürgerveranstaltung am 17.01.2017
Die schnellen Internetanschlüsse kommen nicht von allein in die Haushalte. Die Kunden müssen aktiv werden. Die Telekom bietet interessierten Bürger eine Informationsveranstaltung an.
Die Veranstaltung findet am Dienstag, den 17.01.2017 um 19:00 Uhr im Rietsche Saal in der Alten Fabrik, Am Kamin 3, 77781 Biberach, statt.
Dort stehen Mitarbeiter der Telekom und des Fachhandels allen Kunden vor Ort zur Verfügung, um das schnelle Internet direkt zu beauftragen.
 
Wichtig: Für bereits bestehende Anschlüsse erfolgt keine automatische Anpassung der Geschwindigkeit. Auch diesen Kunden steht das Vertriebsteam mit Rat und Tat beiseite. Oder man prüft unter www.telekom.de/verfuegbarkeit, welche Produkte an der eigenen Adresse möglich sind. Auch wer bereits einen DSL-Anschluss von der Telekom hat, kann die höheren Internetgeschwindigkeiten nutzen. Ein Anruf bei der kostenfreien Hotline 0800 330 1000 genügt.
 
Die Deutsche Telekom freut sich auf zahlreiche Besucher!

Highspeed für Biberach: Telekom startet Vectoring-Ausbau

Breitbandausbau der Deutschen Telekom

MEDIENINFORMATION
Biberach, 15. August 2016
Highspeed für Biberach: Telekom startet Vectoring-Ausbau
- Sechs Verteiler voll intelligenter Technik und 15 Kilometer Glasfaser für Netz-Ausbau
- Mehr Tempo im Internet: bis zu 100 MBit/s
- Rund 1.750 Haushalte können ab Dezember 2016 schnelles Internet nutzen
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Jetzt geht es los: Die Telekom hat mit dem Ausbau von schnellen Internetanschlüssen im Vorwahlbereich 07835 begonnen. Die Telekom wird in diesem sogenannten Ring über 15 Kilometer Glasfaser verlegen und sechs Multifunktionsgehäuse neu aufstellen oder mit modernster Technik ausstatten. Dadurch werden rund 1.750 Haushalte bis Dezember 2016 Vectoring-fähig. Vectoring ist ein Datenturbo auf dem VDSL-Netz. Im Vergleich zu einem bisherigen VDSL-Anschluss (Very Highspeed Digital Subscriber Line) verdoppelt sich das maximale Tempo beim Herunterladen auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s). Beim Heraufladen vervierfacht sich das Tempo sogar auf bis zu 40 MBit/s. Das hilft beim Austausch von Dokumenten, Fotos und Videos über das Netz.
Das neue Netz wird so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen gleichzeitig möglich sind. Die Telekom plant mit der Einführung von Super-Vectoring bereits den nächsten Entwicklungsschritt. Künftig können so die möglichen Bandbreiten auf bis zu 250 MBit/s gesteigert werden.

Spatenstich

„Die Gemeinde Biberach muss auch künftig attraktiver Lebens- und Wirtschaftsraum bleiben. Der Breitbandausbau ist hierfür ein wichtiger Zukunftsbaustein, denn die digitale Infrastruktur gehört zur heutigen Daseinsvorsorge!“, so Frau Daniela Paletta. „Ich freue mich sehr über die zügige Ausbauabsicht der Telekom. Dieser Ausbau steht nicht im Widerspruch zu unserem kommunalen Projekt, bietet uns als Gemeinde aber die Möglichkeit, durch mögliche Einsparungen unsere Außenbereiche mit Breitband auszubauen und zu versorgen.“
„Wir wissen, wie wichtig ein leistungsfähiger Internet-Anschluss ist, deshalb treibt die Deutsche Telekom seit Jahren den Breitband-Ausbau nach Kräften voran“, sagt Kurt Rößling, Regionalmanager der Deutschen Telekom. „Auf dem neuen Netz können wir den Kunden alles aus einer Hand bieten: Telefonie, Internet und Fernsehen.“

Bereits jetzt registrieren lassen
Ein schneller Internetanschluss ist für Familien und potenzielle Investoren bereits heute ein wichtiges Entscheidungskriterium für die Ansiedlung. Durch breitbandige Internetzugänge hat Biberach einen wichtigen Standortvorteil. Wer sich für einen der neuen Anschlüsse interessiert kann sich über folgende Adressen über Verfügbarkeit, Geschwindigkeiten und Tarife informieren und vorab registrieren lassen: Im Netz unter www.telekom.de/breitbandausbau-deutschland oder über die kostenlose Hotline : 0800330 1000.

Oder persönlich bei
- Telekom Shop Offenburg, Steinstr. 10, 77652 Offenburg
- Telekom Shop Offenburg, Heinrich-Hertz-Str. 1, 77656 Offenburg
- Schnebel Computertechnik GmbH, Kanzleistr. 2a-2c, 77736 Zell
- Kastner & Ochlast GbR, Marktstr. 43, 77933 Lahr
- Tele - Partner Armbruster e.K., Heinrich-Hertz-Str. 18, 77656 Offenburg
- expert Octomedia GmbH, Alter Stadtbahnhof 1, 77933 Lahr
- Schorn Nachrichtentechnik, Klosterstr. 17, 77756 Hausach
 
Von dem Breitbandausbau der Telekom können übrigens auch die Kunden anderer Anbieter profitieren, wenn der Anbieter entsprechende Kapazitäten bei der Telekom einkauft.

Drei Schritte zum schnellen Internet
Erfolg in drei Etappen.
Erstens: Auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Multifunktionsgehäuse wird das Kupferkabel durch Glasfaserkabel ersetzt. Glasfaser ist das schnellste Übertragungsmedium. Das hohe Tempo hat allerdings seinen Preis: Das Verlegen von Glasfaser kostet rund 70.000 Euro pro Kilometer.
Zweitens: Die grauen Kästen am Straßenrand werden intelligent. Sie werden mit modernster Technik ausgestattet und zu einer Art Mini-Vermittlungsstelle. Hier werden unter anderem die Datenpakete vom Kupferkabel auf die Glasfaser übergeben. Diese sogenannten Multifunktionsgehäuse (MFG) werden über das Ausbaugebiet verteilt. Die Entfernung zwischen Kunde und MFG soll möglichst gering sein. Es gilt die Faustformel: Je näher der Kunde am MFG wohnt, desto höher ist seine Geschwindigkeit.
Drittens: Die Kupferleitung, die vom MFG zum Kunden führt, wird mit der Vectoring-Technik schneller. Die neue Technik beseitigt die elektromagnetischen Störungen, die auf der Kupferleitung auftreten. Dadurch ist mehr Tempo beim Herauf- und Herunterladen möglich.
Auch Gewerbetreibende profitieren vom Ausbau. Wer die Chancen des Internets nutzen will, muss in die Digitalisierung seiner Geschäftsmodelle investieren. Die Herausforderungen reichen von Cloud Services bis Datensicherheit. Die Telekom bietet ihre Erfahrung aus dem Großkundenbereich auch kleineren und mittleren Kunden an, damit diese Investitions- oder Personalkosten sparen können.