Freiwillige Feuerwehr Biberach


Aktuelles

Dienstplan 2017

Presseberichte 2017

Herbstübung der Biberacher Gesamtfeuerwehr

Montag, 30.10.2017
Herbstübung der Biberacher Gesamtfeuerwehr:
Verpuffung beim Schnapsbrennen setzt Nebengebäude in Brand


Vergangenen Samstag, 28.10.2017, 14.30 Uhr – Feuerwehr-Übungsalarm in Biberach und Prinzbach: Eine Verpuffung beim Schnapsbrennen im Nebengebäude des Schmiederhofs im Obertal führt zu einem Brand, der trotz aller Bemühungen während der Löscharbeiten das gesamte Gebäude erfasst. Dabei werden mehrere Personen verletzt.


Es brennt! Eine Verpuffung in einem Nebengebäude führte im Szenario zu einem Brand, der natürlich gelöscht werden musste. Der Schwerpunkt der Übung lag jedoch auf logistischen Aspekten

Die Feuerwehr will an jenem Samstag den Ernstfall üben. Wie ist das Vorgehen im realen Brandfall? Vor allem der Umgang mit den beengten Platzverhältnissen und der Aufbau der Wasserversorgung zur Brandbekämpfung sollen bei der Herbstübung im Fokus stehen.

Als erstes, nur wenige Minuten nach der Alarmierung, ist die Abteilungsfeuerwehr Prinzbach mit dem TSF/W vor Ort. Sie beginnt sofort mit der Menschenrettung und ersten Löschmaßnahmen. Drei Kinder werden aus dem Nebengebäude geborgen und an die Helfer des DRK übergeben, die sich in sicherer Entfernung um diese kümmern. Es gilt einen offenen Schienbeinbruch, ein bewusstloses Kind mit Kopfplatzwunde und einen Jungen mit Verbrennungen an beiden Händen zu versorgen. Im Laufe der Übung wird die Zahl um zwei Einsatzkräfte steigen – ein Ersthelfer hält im Szenario dem psychischen Druck nicht stand und muss ebenfalls betreut werden, außerdem soll der Umgang mit einem im Einsatz verunglückten Atemschutzgeräteträger geübt werden.

Kurz nach der Prinzbacher Abteilungsfeuerwehr trifft der Mannschaftstransportwagen der Abteilung Biberach ein. Er beherbergt die Einsatzzentrale. Das Löschfahrzeug HLF 10/10 der Abteilung Biberach wird in der Zufahrt des Anwesens in Stellung gebracht. Seine Aufgabe: Durch eine Riegelstellung mit 3 C-Rohren das Übergreifen der Flammen auf das Hauptgebäude zu verhindern. Um 14.42 Uhr heißt es »Wasser marsch«. Es gibt zwei Einsatzabschnitte: den Abschnitt »Brandbekämpfung im Nebengebäude« und den Abschnitt »Wohnhausschutz«.



Übungsschwerpunkt: Wasserversorgung

»Die große Herausforderung bei einigen Anwesen im Obertal ist die Wasserversorgung und die Aufstellung der Fahrzeuge«, informiert Kommandant Klaus Disch. Am Samstag wird dafür eine Förderleitung quer über die Wiesen zum Prinzbach gelegt. 270 Meter B-Leitungen sind dafür notwendig. Für den nötigen Druck sorgen drei Förderpumpen, bei der Wasserentnahme aus dem Bach wird zudem der neue Saugkorb für Flachwasser eingesetzt. Zusätzlich wird zur Sicherstellung der Wasserversorgung die Wasserentnahme aus dem Hydrantennetz vorbereitet. Dieses ist im Obertal schwächer ausgebaut als anderswo, so dass zusätzlich der Ausgleichsbehälter zum Einsatz kommt.

Bei der anschließenden Besprechung im Gasthaus »Linde« an späten Nachmittag fasst Klaus Disch zusammen: »Im Großen und Ganzen hat es ganz gut funktioniert.« Zweimal hätte es Probleme mit der Wasserversorgung an der Förderpumpe TS 8 gegeben – Bedienfehler, die nun abgestellt seien. Er dankt der Familie Schmider für das zur Verfügungstellen des Übungs­objekts und allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit. Im Einsatz waren fünf Fahrzeuge und 39 Feuerwehrleute, davon sechs unter Atemschutz, sowie insgesamt ein gutes Dutzend DRK-Kräfte.
Prinzbachs Ortsvorsteher Klaus Beck hofft »dass es immer bei der Übung bleibt« und anerkennt den Wert der Übung, die mehrere Anwesen betrifft.

Bürgermeisterin Daniela Paletta überzeugte sich ebenfalls vor Ort von der Einsatzbereitschaft der Feuerwehr. Sie lobt die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Einsatzkräften und konstatierte, dass mit Ausgleichsbehälter und Saugkorb zwei wichtige Anschaffungen gemacht wurden. Auch wenn man immer hofft, dass nichts passiert: »Ich bin froh, dass wir eine so gut funktionierende Feuerwehr haben.«


Quelle:
Schwarzwälder Post, 30.10.2017
von Susanne Vollrath
Fotos:
Susanne Vollrath



Brandschutztag 2017

Freudentag für die Feuerwehr
Viele Besucher kamen zum fünften Biberacher Brandschutztag – Feuerwehrangehörige im Festeinsatz

Der fünfte Brandschutztag der Feuerwehr Biberach lockte mit vielerlei Attraktionen wieder zahlreiche große wie auch kleine Feuerwehr-Interessenten.


Großes Interesse am fünften Brandschutztag- In und vor der Fahrzeughalle wurde ein informativer und unterhaltsamer Nachmittag bei der Biberacher Feuerwehr genossen.
Großes Interesse am fünften Brandschutztag- In und vor der Fahrzeughalle wurde ein informativer und unterhaltsamer Nachmittag bei der Biberacher Feuerwehr genossen.

Die Jugendfeuerwehr zeigte, wie ein Fahrzeugbrand mit Schaum gelöscht werden kann.
Die Jugendfeuerwehr zeigte, wie ein Fahrzeugbrand mit Schaum gelöscht werden kann.
Großes Interesse am fünften Brandschutztag- In und vor der Fahrzeughalle wurde ein informativer und unterhaltsamer Nachmittag bei der Biberacher Feuerwehr genossen.

Anhand von drei Vorführungen brachte die Feuerwehr Biberach den Zuschauern näher, wie bei einem Einsatz vorgegangen wird und worauf zu achten ist. Angefangen mit einem Wohnungsbrand bis hin zu einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person wurde einiges geboten. Auch die Jugendfeuerwehr bewies ihr Können beim Löschen eines Fahrzeugbrandes mit Schaum.

Waren die Feuerwehrfahrzeuge einmal nicht bei einer Vorführung im Einsatz, so konnte man diese im Kreise ihrer Vorgänger genauer betrachten. Von Pferdegezogener Handdruckspritze bis hin zum neuesten Fahrzeug, dem Mannschaft-Transportwagen, ließ sich die Geschichte der Biberacher Feuerwehrfahrzeuge von 1878 bis heute nachverfolgen. Doch nicht nur fürs Auge wurde einiges geboten.

Bei strahlendem Sonnenschein verbrachten zahlreiche Besucher den Nachmittag bei einem deftigen Mittagessen oder Kaffee und Kuchen auf dem Feuerwehrfest. Bei einem netten Schwätzchen wurde sich über die zuvor abgegebene Stimme für die Bundestagswahl unterhalten, während die Kinder von der Jugendfeuerwehr betreut wurden. Von Hüpfburg über Wasserspiele bis hin zu Kinderschminken wurde für Spaß und Spannung gesorgt.

Die Feuerwehrangehörigen waren begeistert über das große Interesse an ihrem Brandschutztag und würden sich im Nachgang über Interessenten für die Jugendfeuerwehr sowie die Einsatzabteilung freuen. Alle Interessierten sind eingeladen unverbindlich an einem Übungsabend im Feuerwehrgerätehaus vorbei zu schauen.


Quelle:
Schwarzwälder Post, 27.09.2017
von Katharina Boni
Fotos:
Katharina Boni



Feuer im Lagerraum ausgebrochen

Montag, 10.07.2017
Feuerwehren Biberach und Drehleiterzug der Wehr Zell im Einsatz – Bewohnerin bemerkt Brand

Die Feuerwehr Biberach und die Drehleiter aus Zell a. H. wurde heute Nacht um 3.48 Uhr zu einem Gebäudebrand in die Mühlenstraße ge­rufen. Ein Lagerraum brannte.


An einem ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesen schlugen beim Eintreffen der Hilfskräfte die Flammen bereits aus der durchgebrannten Außentür. Die Hausbewohnerin, die in der darüber liegenden Wohnung geschlafen hatte, bemerkte glücklicherweise den Brand im Erdgeschoss und konnte das Gebäude unverletzt verlassen.

Der Brand im Lagerraum wurde von der Feuerwehr schnell gelöscht und die leicht verrauchte Wohnung mit dem Belüftungsgerät rauchfrei gemacht. Die ebenfalls alarmierte Drehleiter der Feuerwehr Zell a. H. musste nicht eingesetzt werden.

Eingesetzt werden konnte die neue Wärmebildkamera der Feuerwehr Zell a. H. Sie traf vor wenigen Tagen bei der Wehr Zell a. H. ein.


Quelle:
Schwarzwälder Post, 10.07.2017
von Klaus Disch
Fotos:
Feuerwehr Biberach



Viele Helferinnen und Helfer verhindern größeren Schaden

Die Brandstelle lag unterhalb des Kammweges »Badwaldkopf – Rebeck« – Feuerwehren, THW, Polizei und Rotes Kreuz waren in der Nacht von Montag auf Dienstag viele Stunden im Einsatz – Gebrannt hat die Laub- und Strauchschicht im Waldstück – Ob die teils verkohlten Eichen absterben oder überleben ist noch nicht abzuschätzen

Vermutlich ein Biltzeinschlag hat am Montagabend den Waldbrand im Stadtwald unterhalb des Kammweges verursacht. Einen zerschlagenen Baum konnten die Einsatzkräfte und Förster Klaus Pfundstein am Tag nach dem Brand feststellen.



Er steht etwa 60 Meter unterhalb des Weges. Von diesem Punkt aus habe sich das Feuer nach oben ausgebreitet. Es ist den Hang hinaufgezogen. Oben am Kamm konnten die Einsatzkräfte es aufhalten. »Zum Glück ist dort noch ein größerer Weg, so dass wir in diesem Bereich einen Feuerübersprung verhindern konnten!«, berichtet Florian Lehmann, Kommandant der Feuerwehr Zell a. H.

Im Waldstück wachsen
Eichen. »Sie sind 100 Jahre alt«, informiert Förster Klaus Pfundstein. Das Feuer hat die Rinde der Eichen teils bis auf die Höhe von zwei Metern verkohlt. »Der Schaden ist derzeit noch nicht abzusehen«, so der Förster. Eine vier Zentimeter starke Rinde umgibt die Eiche. Ob diese sie genug vor der Hitze des Feuers geschützt hat muss sich zeigen.

Um 21.44 Uhr wurde die Feuerwehr Zell a. H. und parallel dazu die Feuerwehr Biberach alarmiert. Das Lokalisieren der Einsatzstelle im Wald während der Dunkelheit gestaltete sich sehr schwierig. Mehrere hundert Meter musste Florian Lehmann zu Fuß laufen, bis er auf die Brandfläche stieß. Anschließend fuhr die Biberacher Wehr mit ihren Löschfahrzeugen direkt an die Einsatzstelle. »Für weitere Fahrzeuge war am Einsatzort kein Platz«, so Lehmann. Auf einer Fläche von 60 auf 30 Metern brannte die Laub- und Strauchschicht.

Die Feuerwehr Biberach übernahm die Brandbekämpfung und wurde anschließend durch die Feuerwehr Zell unterstützt. Später unterstützte noch die Feuerwehr Steinach bei der Brandbekämpfung.
Das Feuer wurde mit Wasser bekämpft. Um eine Ausbreitung zu verhindern, wurde zunächst das Feuer im Bereich des Kammweges gelöscht. Danach wurde an den Flanken angegriffen, um eine seitliche Ausbreitung zu verhindern. Weil keine weiteren Fahrwege den Zugang zur Einsatzstelle mit Fahrzeugen erlaubten, mussten die Einsatzkräfte auch ins Gelände.  »Dies war insbesondere aufgrund dessen Steilheit sehr schwierig«, berichtet Florian Lehmann. »Besonders loben möchte ich in diesem Zusammenhang den Einsatz der Feuerwehrleute direkt an der Einsatzstelle. Hierbei insbesondere, der der Kameraden aus Biberach. Sie haben unter schwierigen Verhältnissen und unter starken körperlichen Belastungen, am Rande der Erschöpfung, einen super Job gemacht!«

Wie kam das Wasser in den Wald
Tanklöschfahrzeuge fuhren im Pendelverkehr zu einer Übergabestelle und pumpten von dort das Löschwassser durch eine Förderleitung an die Einsatzstelle. Die Übergabestelle lag 300 bis 400 Meter vom Einsatzort entfernt.
»Das Verlegen von einer festen Förderleitung im Wald bei Bränden sollte in der Regel nicht gemacht werden. Die Lage könnte sich schnell ändern und dann bringe die Förderleitung nichts mehr, oder liegen im Feuer. Deshalb macht ein Pendelverkehr mehr Sinn«, erklärt Florian Lehmann die Brandbekämpfung. Die Feuerwehr Zell übernahm die Organisation des Pendelverkehrs zur Wasserförderung. Im wechselseitigen Einsatz waren die Tanklöschfahrzeuge Nordrach (2400 Liter), Oberharmersbach (2400 Liter), Hausach (5000 Liter), Ohlsbach (3800 Liter) und Durbach (3500 Liter). In der Alarm- und Ausrückordnung der Feuerwehr Zell a. H. ist definiert, dass bei einem Waldbrand zwei Tanklöschfahrzeuge automatisch mit alarmiert werden. Er habe den Waldbrand bei Alarmierung gesehen und in Absprache mit Kreisbrandmeister Bernhard Frei sofort drei weitere Tanklöschfahrzeuge und die Führungsgruppe alarmiert, erklärt Florian Lehmann.

Auch mehrere Pumpfässer standen zur Verfügung. »Im Katastrophenfall werden Landwirte teils angerufen, andere bieten spontan ihre Hilfe an«. Mit ihren wassergefüllten Pumpfässern haben sie sich bei der Fa. Karl Knauer in Biberach und am Gerätehaus der Feuerwehr Zell a. H. bereit gestellt.

Um ca. 23.45 Uhr war das Feuer unter Kontrolle und es wurden noch Nachlöscharbeiten durchgeführt. Diese dauerten bis ca. 2.30 Uhr. Im Anschluss wurde, bis zum Morgen, ein Fahrzeug zur Brandwache an der Einsatzstelle belassen.
Insgesamt waren 131 Helfer im Einsatz, dies waren THW, Polizei, Rotes Kreuz und vor allen Dingen die Feuerwehren. Der Führungsstab unter der Leitung von Christian Keller aus Wolfach koordinierte die Einsatzkräfte.


Quelle:
Schwarzwälder Post, 29.06.2017
von Ute Berger




Geschichte, Gegenwart und Zukunft waren die bestimmenden Themen des Festbanketts

Gruppenfoto
Foto: Freiwillige Feuerwehr Biberach - Abteilung Prinzbach

»Wir können dafür nur Danke sagen«

Redner würdigten beim Feuerwehr-Jubiläum das ehrenamtliche Engagement

Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft würdigten am Samstag im Rahmen des Festbanketts zum doppelten Feuerwehr-Jubiläum das ehrenamtliche Engagement der Bürger und Jugendlichen für die Feuerwehr.

Die 75-jährige Geschichte der Einsatzabteilung wurde mit einem Dia-Vortrag nachvollzogen, die Jugendfeuerwehr schaute mit Fotos, Videoaufnahmen und temporeichen Show-Einlagen auf die 20 Jahre ihres Bestehens zurück.

Abteilungskommandant Pirmin Huber stellte an diesem Abend heraus, wie schön es ist, für eine gute Sache zu arbeiten. Da ein großer Teil der aktiven Wehr aus ehemaligen Mitgliedern der Jugendfeuerwehr besteht, fasste er den Anlass für das doppelte Festbankett so zusammen: »Die Feuerwehr ist älter, aber nicht alt geworden«. Er sprach zudem an, dass die Feuerwehrleute nicht nur gegen Brände zu kämpfen haben, sondern auch gegen Vorurteile. Es gelte, von der Gesellschaft Respekt und Anerkennung für diese ehrenamtliche Tätigkeit einzufordern.

Enge Verbundenheit mit der Feuerwehr
Anlassgerecht in Feuerwehrrot gekleidet, gratulierte Biberachs Bürgermeisterin Daniela Paletta den Feuerwehren in einer wertschätzenden Rede zu ihren Jubiläen und überbrachte die besten Grüße von Rat und Verwaltung. Die Feuerwehr sei ein nicht besonders familienfreundliches Hobby, oder besser eine Berufung, bemerkte sie. »Brand- und Katastropheneinsätze sind kein Freizeitspaß«, brachte es die Bürgermeisterin auf den Punkt. Oft setzen die Helfer ihr eigenes Leben ein und werden bei ihrer Arbeit dazu manchmal durch Schaulustige behindert. Dennoch nehmen die Feuerwehrleute ihre Verantwortung ernst und sind immer dort zur Stelle, wo sie gebraucht werden. Sie betonte die enge Verbundenheit zwischen Rathaus und Feuerwehr und stellte sich demonstrativ hinter die Leistung der Feuerwehr. Auch den Arbeitgebern dankte sie, die ihre Mitarbeiter für Einsätze freistellen, und allen, die in den vergangenen 75 Jahren die Wehr durch Spenden unterstützt haben.

Besondere Anerkennung richtete sie zudem an Klaus Disch, der sich vor 20 Jahren für die Gründung der Jugendfeuerwehr stark gemacht hatte. Die Jugendlichen und den Jugendwart Michael Weng rief sie dazu auf: »Weiter so! Ich bin sehr stolz auf euch.« Sie ging in ihrer Festrede zudem auf die wachsenden Aufgaben und Anforderungen an die Feuerwehr ein und wies darauf hin, in welcher Weise die Organisation das Gemeinschaftsleben in der Gemeinde mitprägt. Die Mitglieder in der Freiwilligen Feuerwehr leben bürgerschaftliches Engagement in einer vorbildlichen Weise. »Wir können dafür nur Danke sagen«.

Mit Begeisterung dabei
Der Prinzbacher Ortsvorsteher Klaus Beck hatte Zahlen parat, die belegten, wie breit die Feuerwehr in der Gesellschaft verankert ist: Über 1 Million Männer und Frauen sind in zirka 43.000 Feuerwehren in Deutschland aktiv.

Er warb für dieses ehrenamtliche Engagement. Nicht zuletzt Neubürgern der Gemeinde, die bereits an ihrem vorherigen Wohnort in der Feuerwehr engagiert waren, stünden die Türen jederzeit offen.
Biberachs Gesamtkommandant Klaus Disch gratulierte ebenfalls der »kleinen, aber feinen Abteilung« Prinzbach zum Jubiläum. Sie übernimmt im Notfall eine wichtige Rolle, wenn sie wichtige Minuten in der Anfahrt zum Beispiel auf die verstreut liegenden Höfe spart. Wie gut die Abtei­lungen zusammenarbeiten, machte er an der gemeinsamen Jugendfeuerwehr fest.

Kreisbrandmeister Frei dankte Bügermeisterin Daniela Paletta für ihren Einsatz für die Feuerwehr. Er appellierte, den Einsatz der Feuerwehr nicht nur mit Gedanken an Katastrophen zu besetzen. Die Begeisterung für das Tun sei ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil des Engagements.

Richard Kammerer, der in doppelter Funktion anwesend war – als Vereinssprecher und als Vertreter der Karl Knauer-Stiftung – zollte den Feuerwehrleuten Respekt: »Ihr lebt Ehrenamt in Perfektion«. Er kündigte an, dass die Karl Knauer-Stiftung den feiernden Feuerwehren im Herbst einen »angemessenen Betrag« überweisen wird.

Quelle:
Schwarzwälder Post, 06.06.2017
von Susanne Vollrath



Thomas Echle wurde zum Ehrenkommandanten ernannt

Ehrungen
Foto: Schwarzwälder Post

Im Rahmen des Festbanketts anlässlich des 75-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr in Prinzbach wurde Thomas Echle zum Ehrenkommandanten ernannt. Von 1995 bis 2015 leitete er die Feuerwehr-Abteilung. In seiner Amtszeit wurde unter anderem das aktuelle Feuerwehr-Auto angeschafft (2001) und das Feuerwehrhaus ausgebaut (2001/2002). Im Bild von links nach rechts: stellvertretender Abteilungskommandant Gerhard Huber, Abteilungskommandant Pirmin Huber, die Ehefrau des Geehrten, Ehrenkommandant Thomas Echle, Bürgermeisterin Daniela Paletta, Ortsvorsteher Klaus Beck, Gesamtkommandant Klaus Disch.


Quelle:
Schwarzwälder Post, 06.06.2017
von Susanne Vollrath




Generalversammlung am Freitag, 31.03.2017

»Feuerwehren haben unter schwierigsten Bedingungen hervorragende Arbeit geleistet«

Jahreshauptversammlung der Feuerwehren Biberach und Prinzbach – 75-jähriges Jubiläum der Feuerwehr Prinzbach wird am 4. Juni 2017 gefeiert Abteilungskommandant Pirmin Huber erhielt seine Beförderung zum Löschmeister. Daniela Paletta gratulierte ihm und überreichte die Ernennungsurkunde. Pirmin Huber hat einen Lehrgang an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal besucht und erfolgreich abgeschlossen.

Am Freitagabend trafen sich die Feuerwehrkameraden im FVB-Clubheim zur ihrer Generalversammlung. Es wurde über die Arbeit im vergangenen Jahr und über die Unterstützung der Biberacher Vereine, der politischen Gemeinde und der Kirchengemeinde berichtet. Außerdem wählte das Gremium die Abteilungsausschüsse und den Gesamtausschuss der Feuerwehr Biberach.

»Die Feuerwehren haben unter schwierigsten Bedingungen hervorragende Arbeit geleistet«, zeigte sich Bürgermeisterin Daniela Paletta immer noch beeindruckt vom Einsatz bei dem Großbrand auf dem Anwesen der Familie Brosamer. Am 3. Oktober war in einem Offenstall mit Rindern ein Brand ausgebrochen. Paletta war persönlich vor Ort und erlebte den Einsatz der Feuerwehren hautnah mit. Sie schilderte ihre Eindrücke bei diesem Großbrand des Ökonomiegebäudes mit vielen Tieren. Abschließend sagte sie den Mitgliedern der Feuerwehren: »Ich danke Ihnen allen ausdrücklich für ihre ständige Einsatzbereitschaft und für alle Dienste in Biberach.«

Der Abteilungskommandant Klaus Disch ging in seinem Tätigkeitsbericht ausführlich auf die Einsätze und wichtigen Ereignisse des Jahres 2016 ein. Die Feuerwehr Biberach hat 85 Mitglieder; 48 aktive in der Einsatzabteilung, davon drei Frauen; 16 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr und 21 Kameraden in der Seniorenabteilung. Der Altersdurchschnitt der Wehr liegt bei 33 Jahren: »Damit sind wir eine junge Truppe«, freute sich Disch. Die vielfältigen Einsätze zeigte Disch bei einer Diashow. Verkehrs­unfälle, Unwettereinsätze, Medizinischer Notfall im Wald, Türöffnung nach Suizidandrohung – 16 Einsätze mit anspruchsvollen Herausforderungen leistete die Wehr im Jahr 2016. Die Mitglieder haben an überörtlichen Schulungen und örtlichen Ausbildungsveranstaltungen teilgenommen, zu denen auch die Alarmübungen und die Herbst­übung gehörten. Die örtlichen Vereine und Organisationen wurden durch Verkehrslenkungs- und Sicherungsmaßnahmen unterstützt. Dazu gehörten der Fastnachtsumzug, die Gehermeisterschaften, die Highland-Games und der Martinsumzug der Kinder. Im Bereich des vorbeugenden Brandschutzes wurde das Personal der Kindergärten über das Verhalten im Brandfall informiert. Für die Öffentlichkeitsarbeit wurde der 4. Brandschutztag mit Einweihung des neuen Mannschaftstransportwagens begangen. Die Pflege der Kameradschaft gehört bei jedem Jahresprogramm selbstverständlich dazu.
Für die Abteilung Prinzbach berichtete Abteilungskommandant Pirmin Huber über das Jahr 2016. Neben dem Einsatz bei dem Großbrand in Biberach wurden viele kleinere Einsätze geleistet. Weiterbildungen, Unterstützung der Vereine, Kameradschaft und der Pfingsthock bestimmten die Feuerwehrarbeit. Das 75-jährige Bestehen der Prinzbacher Feuerwehr wird 4. Juni mit einer Jubiläumsfeier begangen.
Für die Jugendfeuerwehr Biberach legte Jugendwart Michael Wenig seinen Bericht vor. Die Jugendwehr hat 17 Mitglieder, darunter auch vier Mädchen. Der Altersdurchschnitt liegt bei 14 Jahren. Die Jugendlichen trafen sich bei 26 Proben und Veranstaltungen. Dabei erhielten sie 36 Stunden feuertechnischen Unterricht und 18 Stunden Betreuung bei allgemeiner Jugendarbeit. Wenig zeigte ebenfalls eine Diashow mit den Aktivitäten der Jugendwehr. Frühjahrsübung, 24-h-Aktion, Erste Hilfe, Übung in der Atemschutzstrecke Lahr und eine gemeinsame Probe mit der Einsatzabteilung zeigten die große Bandbreite der Feuerwehrarbeit. Die Geselligkeit kommt auch nicht zu kurz, verschiedene Freizeitaktivitäten sind immer im Programm der Jugendfeuerwehr. Im Jahr 2017 feierte die Jugendwehr ihr 20-jähriges Bestehen.
Für die Seniorenabteilung berichtete Hans Gissler von 14 Terminen, zu denen sich die Feuerwehrkameraden getroffen haben.

Generalversammlung 31.03.2017 - Dienstausweise
Fünf Jugendliche wechseln von der Jugendwehr in die Einsatzabteilung. Von links: Bürgermeisterin Daniela Paletta, hintere Reihe: Lukas Büdel, Nikolas Fautz, Pirmin Fletschinger. Vorder Reihe: Pia Geiger, Katharina Boni, Klaus Disch. Die Jugendlichen sind die ersten Mitglieder der Feuerwehr, die die neue Uniform erhalten haben. Im Unterschied zu der vorherigen Uniform sind die Hemden in der Farbe weiß und die Uniform ist insgesamt moderner geworden.

Kassenwart Martin Neumaier legte den Kassenbericht für die Biberacher Wehr vor; Kassenwart Martin Haas für die Prinzbacher Wehr. Die Kassenprüfer bestätigten die ordnungsgemäße Kassenführung. Daniela Paletta übernahm die Entlastung und Neuwahl des Verwaltungsrats, der Kommandanten, Schriftführer und Kassenwarte.

Zum Probenbesuch musste Kommandant Klaus Disch die wenig erfreuliche Mitteilung machen, dass der Besuch von 65 Prozent auf 63 Prozent zurückgegangen ist. »Ich bin enttäuscht«, sagte Disch und versuchte, Gründe für den mangelnden Probebesuch zu finden. Er führte die besten Probenbesucher namentlich auf. Für die Prinzbacher Wehr berichtete Pirmin Huber von 58 Prozent Probenbesuch.

Seine Ehrung zum 25-jährigen Dienstjubiläum konnte Andreas Hoog wegen Krankheit nicht entgegennehmen. Das Feuerwehrehrenzeichen in Silber wird ihm Bürgermeisterin Daniela Paletta zu einem späteren Zeitpunkt persönlich bringen.

Generalversammlung 31.03.2017 - Beförderung Pirmin Huber
Abteilungskommandant Pirmin Huber erhielt seine Beförderung zum Löschmeister. Daniela Paletta gratulierte ihm und überreichte die Ernennungsurkunde. Pirmin Huber hat einen Lehrgang an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal besucht und erfolgreich abgeschlossen.

Am Ende der Versammlung erfolgten die Neuwahlen der Ausschüsse. Kraft ihres Amtes sind im Abteilungsausschuss Biberach vertreten: Kommandant Klaus Disch, stellvertretender Kommandant Clemens Wussler, Schriftführer Stefan Drescher, Kassierer Martin Neumaier, Jugendwart Michael Wenig und Hans Gissler als Obmann der Altersabteil­ung. Als Beisitzer wurden hin­zugewählt: Walter Braun, Bernd Rappenecker, Michael Schmidt und Markus Schöner.
Im Abteilungsausschuss Prinzbach sind kraft ihres Amtes vertreten: Abteilungskommandant Pirmin Huber, stellvertretender Kommandant Gerhard Huber, Schriftführerin Sabrina Cunico und Kassierer Martin Haas. Als Beisitzer wurde Ramon Vitt gewählt.
Im Gesamtausschuss der Feuerwehr Biberach sind kraft ihres Amtes vertreten: Gesamtkommandant Klaus Disch, stellvertretender Gesamtkommandant Clemens Wussler, Abteilungskommandant Pirmin Huber, stellvertretender Abteilungskommandant Gerhard Huber, Schriftführer Stefan Drescher und Sabrina Cunico und Jugendwart Michael Weng. Als Beisitzer wurde ein Mitglied aus der Abteilung Prinzbach hinzugewählt: Ramon Vitt. Für die Abteilung Biberach sind Bernd Rappenecker und Markus Schöner zukünftig als Beisitzer vertreten.

Abschließend dankte Kommandant Klaus Disch allen Mitgliedern für die gute Zusammenarbeit und hob einzelne Kameraden hervor, die sich in besonderer Weise für die Feuerwehr engagiert haben.

Generalversammlung 31.03.2017 - Beförderung Pirmin Huber
Die Feuerwehren Biberach und Prinzbach arbeiten eng und gut zusammen und gestalten auch ihre Jahreshauptversammlung als gemeinsamen Abend. Von links: Stefan Drescher, Michael Wenig, Pirmin Huber, Klaus Disch und Clemens Wussler. Rechts am Tisch sind Matthias Becker von der Gemeindeverwaltung und Daniela Paletta mit dem Auszählen der Stimmen beschäftigt.

Pressebericht und Bilder:    Gisela Albrecht / Schwarzwälder Post


Presseberichte 2016

Innerhalb einer Minute stand der gesamte Stall in Flammen

Bei einem Brand auf dem landwirtschaftlichen Anwesen der Familie Brosamer waren Angehörige der Feuerwehren Biberach, Zell und Oberharmersbach gestern über Stunden im Großeinsatz – Bürgermeisterin Daniela Paletta: „Großartiger Zusammenhalt der Landwirte"


Gestern Abend ist der Offenstall des landwirtschaftlichen Betriebs der Familie Brosamer im Urbann 2 ein Raub der Flammen geworden. Die Feuerwehren von Biberach, Zell a. H. und Oberharmersbach waren über Stunden im Einsatz, mehrere Jungbullen sind im Rauch verendet. Die Brandursache ist noch nicht geklärt.

Einen traurigen Anblick bietet das sonst so schmucke Anwesen der Familie Brosamer heute Morgen: Auf der zum Dorf hin gelegenen Wiese unterhalb des Kinzigdamms breitet sich das teilweise ganz schwarz verfärbte Heu aus und ein beißender Geruch liegt in der Luft. Aus dem Stroh dringt stellenweise noch dicker Qualm, und Nebel verhüllt gnädig den Offenstall, der am gestrigen Dienstagabend innerhalb kürzester Zeit in Flammen gestanden war. Die Folgen des Brandes, der sich gestern Abend auch durch eine große Rauchwolke über Biberach bemerkbar gemacht hatte, sind unübersehbar: Der Holzbündler hat seine einst rote Farbe verloren und ist nun genauso schwarz wie die anderen landwirtschaftlichen Geräte, die durch den Brand zerstört wurden. Pflug und Mistbagger, Frontlader und vieles mehr sind genauso in Mitleidenschaft gezogen wie die Apfelbäume.
Doch ein weitaus schlimmerer Anblick bietet sich noch aus der Nähe, im Stall selbst. Vier Tiere sind verendet, andere haben Brandwunden, wieder andere wirken jedoch fit und fressen genüsslich von der Silage, die Martin Brosamer für sie hingelegt hat. Alle Jungbullen waren am Vorabend veterinärmedizinisch verarztet worden, aber es ist unklar, wie viele letztendlich das Unglück überleben werden. „Wir können zur Zeit gar nichts sagen“, sagt Martin Brosamer. 22 Tiere waren insgesamt betroffen, fünf Jungbullen in der dem Kinzigdamm zugewandten Box konnte der Landwirt noch selbst herausholen. Davon suchte einer das Weite und durchquerte die Kinzig. Er wurde heute Morgen gegen fünf Uhr von Polizei und Feuerwehr auf der B33 eingefangen. Glück im Unglück ist, dass durch einige im September erfolgten Verkäufe gestern nicht ganz so viele Bullen wie normalerweise in dem vor neun Jahren errichteten Offenstall standen – im Sommer liegt ihre Zahl zwischen 35 und 40 Tieren.

Extrem stake Brandentwicklung
 
Alarmiert wurde die Feuerwehr und auch Martin Brosamer gestern Abend um 20.40 Uhr durch Nachbarn aus dem Strandbadweg, die einen lauten Knall gehört hatten. Ausgebrochen war der Brand wohl im vorderen Bereich bei der Schrotmühle. Martin Brosamer umrundete sofort den Stall, um die Jungbullen auf der Kinzigseite heraus zu lassen, doch als er dort ankam, brannte bereits die ganze Reihe der an der Außenseite aufgeschichteten Stroh- und Heuballen. „In einer Minute ist der ganze Stall in Flammen gestanden“, ist Martin Brosamer sichtlich geschockt, „das war eine ganz starke Brandentwicklung“.
Der Rauch sei so dicht gewesen, dass man nur rund 30 Zentimeter weit habe sehen können, berichtet Martin Brosamer weiter. Nachdem er die Bullen aus der vordersten Box gelassen hatte, wurde mit insgesamt fünf Gebläsen der Feuerwehren Luft in den Stall geblasen, so dass auch die Tiere in der zweiten Box überlebt haben. In der Polizeimeldung ist von einem Schaden in Höhe circa 300.000 Euro die Rede, doch dies ist lediglich eine grobe Schätzung. „Der reale Schaden kann zur Zeit noch nicht beziffert werden“, sagt Martin Brosamer. Das Dach muss in jedem Fall erneuert werden, doch offen ist beispielsweise, ob auch die Betonpfeiler beschädigt wurden. „Ein Statiker muss kommen“, sagt er. Sichtbar mitgenommen sind alle Familienmitglieder des alteingesessenen Betriebs an diesem Morgen. Martin Brosamer ist Vollerwerbslandwirt mit Leib und Seele und hat sich mit der Kinzigbrennerei und der Vesperstube in den vergangenen Jahren ein zweites Standbein aufgebaut.

Kurz nach neun Uhr kommt wieder die Feuerwehr mit fünf Einsatzkräften, welche die ganze Nacht kein Auge zugetan hatten. Glutnester müssen aufgespürt und Nachlöscharbeiten müssen durchgeführt. Biberachs Kommandant Klaus Disch berichtet, dass insgesamt 79 Feuerwehrleute im Einsatz gewesen sind, darunter 30 Atemschutzgeräteträger. Auch Klaus Disch sagt, man habe Glück im Unglück gehabt: Als die Meldung von einem Gebäudebrand eingegangen sei, habe man im ersten Moment gedacht, der Bauernhof sei betroffen und dann erleichtert gewesen, dass es „nur“ der Offenstall war. Die Feuerwehr Zell a. H. wurde umgehend nachalarmiert und ging mit den Biberacher Feuerwehrkameraden an die Löscharbeiten. Später wurde die Feuerwehr Oberharmersbach nachalarmiert, da man noch Verstärkung bei den Atemschutzträgern brauchte.
 
Gute Zusammenarbeit mit Nachbarwehren und DRK gelobt
 
Dies sei seit langen der größte Brand in Biberach gewesen, bilanziert Disch, insbesondere auch, was die eingesetzte Manpower beträfe. „Die Zusammenarbeit der Feuerwehren untereinander und mit dem DRK hat wieder super geklappt“, lobt der Kommandant und berichtet, dass auch Kreisbrandmeister Bernhard Frei sich vor Ort ein Bild gemacht habe. 14 Fahrzeuge waren im Einsatz, darunter auch die Zeller Drehleiter. Wie bei Einsätzen mit Atemschutz üblich wurde auch der DRK-Rettungsdienst automatisch mitalarmiert, später übernahmen Angehörige des DRK-Ortsvereins Biberach die alleinige Bereitschaft und versorgten die Feuerwehrkräfte mit Getränken. Ein Feuerwehrmann hat sich aufgrund der Dunkelheit eine Stauchung zugezogen.
Auch Bürgermeisterin Daniela Paletta, die bereits am Abend zum Brandort geeilt war, informierte sich am Vormittag nochmals vor Ort: „Mich beeindruckt der großartige Zusammenhalt unserer Landwirte“, sagt sie. Es sei fantastisch, wie man sich gegenseitig unterstütze. So wurden die fünf geretteten Bullen bereits im Stall eines Kollegen untergebracht.

Text: Andrea Bohner
Fotos: Andrea Bohner / Feuerwehr


Verstärkung für die Jugendfeuerwehr gefragt

Sechsmal sind die Kameraden der Biberacher Feuerwehr in den letzten Monaten zum Storchstellen ausgerückt – Nachwuchs aus eigenen Reihen ist also garantiert. Doch ganz so lange warten wollen die Floriansjünger dann doch nicht und rühren daher die Werbetrommel im Ferienprogramm.


Biberachs Feuerwehr sucht Nachwuchs und lädt für den 30. Juli zu einem feucht-fröhlichen Nachmittag ein.

Die Freiwillige Feuerwehr um Kommandant Klaus Disch sucht Nachwuchs – für die Einsatzabteilung und besonders die Jugendfeuerwehr. Denn in der Jugendfeuerwehr kündigt sich ein Generationenwechsel an:
Yannick Rauchbach wurde in der Hauptversammlung bereits offiziell in die Einsatzabteilung übernommen, die Jugendfeuerwehrler Pirmin Fletschinger, Lucas Büdel, Pia Geiger, Katharina Boni und Nikolas Fautz proben derzeit parallel in beiden Abteilungen und gehören so in Kürze der Nachwuchsabteilung nicht mehr an, die dann auf acht Jugendfeuerwehrleute schrumpft.

In die Einsatzabteilung aufgenommen würden im Schnitt jährlich zwei neue Feuerwehrkameraden, so Disch. Den Großteil stellen bisherige Jugendfeuerwehrler, es folgen bereits erfahrene Einsatzkräfte, die zuvor in einer anderen Wehr aktiv waren. Richtig neue Feuerwehrkameraden kämen ganz selten hinzu, bedauert der Kommandant, der als Paradebeispiel Maschinist Stefan Drescher nennt, der 2010 mit 45 Jahren in die Wehr eingetreten war. Da solche Glücksfälle aber selten sind, liegt weiter das Augenmerk auf Nachwuchsgewinnung über die Jugendfeuerwehr.

Kinder und Jugendliche, die einmal reinschnuppern möchten, sind gerne zu den Probenabenden eingeladen. Die nächste Möglichkeit, mit den Angehörigen der Jugendfeuerwehr und ihren Betreuern Michael Weng, Theresa Totzke und Klaus Rappenecker ins Gespräch zu kommen, besteht schon am Samstag, 30. Juli, im »Biberstarken Ferienprogramms«. Der feucht-fröhliche Nachmittag »Tatü Tata – Wasser marsch« mit Spiel und Spaß für Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 18 Jahren ist von 14 bis 17 Uhr rund um das Feuerwehrgerätehaus in der Brucher Straße.


Pressebericht und Foto: Andrea Bohner


Feuerwehrprobe realistisch wie ein Ernstfall

Biberach. Einiges los war am Montagabend in der sonst so beschaulichen Rebhalde: In einem alten Bauernhaus schrillte der Rauchmelder, es qualmte bedenklich aus der Tür und gegen ein Fenster wurde verzweifelt getrommelt – realistisches Szenario für eine Alarmübung der Feuerwehr.

Eigentlich, so Kommandant Klaus Disch bei der abschließenden Manöverkritik, sei eine Alarmübung in regelmäßigen Abständen, vielleicht sogar jährlich, sehr wünschenswert. Denn eine solche Übung trifft alle Feuerwehrkameraden unvorbereitet. Und bekanntlich lernt man gerade aus dem, was nicht funktioniert hat, besonders viel. Am Montagabend waren das eher Kleinigkeiten, welche beim nächsten Mal ohne Probleme besser gemacht werden können. Aber überrascht wurde auch der Kommandant: Er habe wirklich auch nichts gewusst, so Klaus Disch, welcher der Planung der Übung das Prädikat „super“ verlieh. Die Einsatzleitung hatte – da der Kommandant zum Zeitpunkt der Alarmierung nicht so schnell da war –Gruppenführer Florian Möller übernommen.

Die „Strippenzieher“ für die seit vielen Jahren erstmals wieder stattfindende Alarmübung waren Löschmeister Bernd Rappenecker von der Feuerwehr und Bereitschaftsleiter Thomas Leopold vom DRK gewesen. Sie hatten in aller Heimlichkeit alles organisiert. Und natürlich hatte auch Bürgermeisterin Daniela Paletta als oberste Dienstherrin im Vorfeld ihre Zustimmung geben müssen. Mit dem alten Bauernhaus der Familie Willmann wurde ein Objekt gefunden, das sich sehr gut anbot, da es unbewohnt ist. Und dass das Jugendrotkreuz ganz zufällig am Montag einen Übungsabend zum Thema „Schminken von Verletzungen“ durchführte, passte natürlich hervorragend – denn so konnten die sechs teilnehmenden Mimen nach ihrer „Rettung“ durch die Atemschutzträger nicht nur fachmännisch versorgt werden, sondern waren zuvor unter Anleitung von Maryla Leopold genauso fachgerecht mit zahlreichen „Blessuren“ – wie beispielsweise einer Glasscherbe im Arm oder einem geschwollen Knöchel – auf ihre Rollen vorbereitet werden.
Laut Übungsannahme gab es eine Verpuffung in der Küche, die durch den unsachgemäßen Umgang mit Gas entstanden war und diesen Raum sowie weitere Teile des alten Gebäudes in Brand gesetzt hatte. Sechs Jugendliche feierten hier im Hof eine Geburtstagsparty. Drei von ihnen waren zum Unglückszeitpunkt in der ebenerdigen Küche, ein Junge hatte eine Platzwunde am Kopf und wurde bewusstlos, die anderen beiden Jugendlichen wurden durch Fremdkörper verletzt und erlitten Verbrennungen. Da ihnen durch den starken Rauch und die Flammen der Fluchtweg ins Freie abgeschnitten worden war, mussten sie genauso von Atemschutzträgern gerettet werden wie ein Junge, der bei dem Versuch, aus dem Obergeschoss nach unten zu gelangen, die Treppe hinabgestürzt war und dabei diverse Verletzungen erlitten hatte.
Menschenrettung hat bei einem solchen Einsatz in der Realität immer Vorrang, und so war es auch am Montag. Um 19.59 war die Alarmierung erfolgt, und nur sieben Minuten danach traf das erste Löschfahrzeug der Abteilung Biberach ein. Bereits um 20.10 Uhr war auch das zweite Löschfahrzeug und die Prinzbacher Wehr am Ort des Geschehens, um 20.12 Uhr war der erste „Verletzte“ gerettet. Im Minutentakt ging die Rettung weiter, und auch die beiden grau-gesichtigen Teenager, welche sich noch im Obergeschoss befanden und flehentlich um Hilfe schrien, konnten zuerst einmal beruhigt und dann über die Steckleiter in Sicherheit gebracht werden.

Diese Zahlen seien sehr gut, waren sich alle Beteiligten einig. Zumal im Ernstfall beispielsweise noch die Drehleiter der Stadt Zell nachalarmiert worden wäre. Die Menschenrettung hatte reibungslos geklappt, bewährt hatte sich dabei auch eine Skizze, die mit Hilfe der Hauseigentümer Karl-Heinz und Karin Willmann erstellt worden war und das Auffinden der Mimen in dem total verrauchten Gebäude erleichterte. Auch die „Löscharbeiten“ waren zügig vorangegangen. Eine kleine Prüfung stellte dabei die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Gebäudes dar. Wegen ihr muss das Gelände gesichert werden, denn es besteht immer die Gefahr, dass die Platten bei solcher Hitzentwicklung herunterrutschen. Ebenso beachtet werden mussten die neben dem Gebäude verlaufenden Freileitungen, die ebenfalls für darunter befindliche Retter eine Gefahr dargestellt hätte, wenn sie heruntergekommen wäre.

Zum „Brand“ in einem alten Bauernhaus wurde am Montagabend die Biberacher Feuerwehr bei einer völlig überaschenden Alarmübung gerufen. Dabei stand die Menschenrettung im Vordergrund: Gegen die Fensterscheibe der Küche wurde geklopft, aus dem ersten Stock erklangen Hilfeschreie.

Beruhigen war auch gefordert: Diese junge Frau spielte, dass bei der Rettung über die Leiter große Angst habe.

Auch dieser „Party-Gast“ wurde von der Feuerwehr „gerettet“

Kurz vor der Alarmierung legte Maryla Leopold noch schnell ein letztes Mal Hand an die zuvor im DRK-Heim geschminkte Platzwunde.

Quelle: Andrea Bohner


Professionell geübt wie die ganz Großen

Jugendfeuerwehr Biberach meisterte während einer 24-Stunden-Aktion insgesamt acht Einsätze – Von der Personensuche bis zum Chemieunfall war alles dabei – Gemeinsame Übung mit dem Jugendrotkreuz

Biberach. Gleich mehrmals ertönte am Wochenende in Biberach das Martinshorn: Die Angehörigen der Jugendfeuerwehr erlebten bei einer 24-Stunden-Aktion den Alltag einer Berufsfeuerwehr. Höhepunkt war am Samstagnachmittag die spektakuläre Frühjahrsübung, unterstützt vom Jugendrotkreuz.

Am Samstag um elf Uhr hatten drei Mädchen und elf Jungen das Feuerwehrgerätehaus in der Brucher Straße bezogen, am Sonntagmittag kehrten sie nach Hause zurück. Hinter ihnen lagen ereignisreiche 24 Stunden, in denen von der fachgerechten Entsorgung kontaminierten Bodens bis zur Brandbekämpfung die unterschiedlichsten Einsätze mit Bravour absolviert wurden.
Ganz besonders herausfordernd war dabei die Frühjahrsübung bei der Kinzigbrennerei Brosamer, die in Übungsabenden zwar bereits geprobt worden war, doch vor großem Publikum und mit „echten Verletzten“ doch nochmal eine ganz andere Sache war. Den Zuschauern jedenfalls bot sich ein spektakulärer Anblick, der dem Szenario der „großen“ Feuerwehr bei ihrer Herbstübung durchaus nicht nachstand: Aus der Brennerei drangen dicker Rauch und die Hilferufe von dem darin eingeschlossenen Brennmeister Martin Brosamer und einem Helfer. Und vor dem Gebäude im Urbann lagen gleich zwei Verletzte: Ein Mitarbeiter war beim Hantieren mit einem der über 1000 Liter fassenden Kunststoffbehälter, die zum Transportieren von Maische verwendet werden, unter dem Container eingeklemmt worden. Mitten in der Zufahrt lagen ein Mofa und dessen Fahrer, der durch die Geschehnisse zu Fall gekommen war.

So galt es für die mit drei Fahrzeugen eintreffenden Nachwuchsfeuerwehrleute gleich mehrere Aufgaben zu meistern: Bevor der Brandangriff gestartet werden konnte, mussten Martin Brosamer und sein Mitarbeiter erst einmal von zwei „Atemschutzträgern“ aus der qualmenden Brennerei befreit werden, deren Tür durch einen der Transporttanks versperrt wurde. Beide hatten durch den heißen Wasserdampf Verbrennungen erlitten, der durch Gerhard Huber gemimte Mitarbeiter zudem einen Schock. Die beiden von Maryla Leopold fachmännisch geschminkten Mimen wurden dann von Helferinnen des Jugendrotkreuzes in Empfang genommen.
Gleichzeitig war ein Trupp an die Rettung des unter dem Container eingeklemmten Mitarbeiters gegangen, wobei der schwere Tank mittels hydraulischem Hebesatz mit einem Luftkissen angehoben wurde. Der von Thomas Echle dargestellte Verletzte – der durch seinen Unfall die Kettenreaktion mit Fehlbedienung der Brennanlage und Verpuffung ausgelöst hatte – erlitt laut Übungsannahme eine Unterschenkelfraktur und wurde ebenfalls von den acht JRK-Helferinnen versorgt. Ebenso wie auch „Mofa-Fahrer“ Fabian Brosamer, der während der Kontaktaufnahme bewusstlos wurde und dessen Versorgung so besondere Herausforderungen bereithielt.

Für die Zuschauer, darunter zahlreiche Gemeinderäte, Feuerwehrangehörige und natürlich die Eltern, war die Übung sehr interessant gestaltet, zumal Jugendfeuerwehrwart Michael Weng und DRK-Bereitschaftsführer Thomas Leopold detailliert die einzelnen Schritte kommentierten. Mit Wasser aus der Kinzig konnte dann auch der „Brand“ aus zahlreichen Rohren gelöscht werden, mittels Hydroschild wurde ein Übergreifen auf das Wohngebäude verhindert. Auch wenn die Schauübung durch den Dauerregen zu einer in jeder Hinsicht feuchten Angelegenheit wurde, alle Zuschauer waren begeistert.

Für die Jugendfeuerwehrler und ihre Betreuer Michael Weng, Theresa Totzke und Klaus Rappenecker hatten aber noch sieben andere Einsätze zum 24-Stunden-Tag gehört: Los gegangen war es bereits vor der Mittagsstunde mit einem „Chemieunfall“ beim Landmaschinen-Betrieb Fautz. Die Annahme war, dass Fässer von einem Gabelstapler beschädigt und unbekannte Chemikalien ausgelaufen waren. Geübt wurden das richtige Verhalten in einer solchen unklaren Situation und das Abtragen von kontaminiertem Boden. Am Nachmittag gab es einen Fehlalarm durch einen Brandmelder, und am Abend musste bei der Gärtnerei Disch ein Brand gelöscht und ein Übergreifen der Flammen auf den angrenzenden Schopf verhindert werden.

Nach Einbruch der Dunkelheit wurde die Jugendfeuerwehr zum Schönbergplatz gerufen, wo im angrenzenden Wald ein Pilzsammler (dargestellt von Walter Braun) vermisst und natürlich auch gefunden wurde. Und um drei Uhr früh wurde die Nachtruhe durch die Alarmierung wegen eines Pkw-Unfalls gestört: Ein Auto war gegen einen Baum geprallt und hatte Feuer gefangen, der verstörte Fahrer (dargestellt von Patrik Dreilich) benötigte Betreuung. Morgens musste dann auf Höhe des Kindergartens St. Blasius noch Öl vom Mühlbach entfernt werden, und ganz zum Schluss kam auch die Anhängeleiter zum Einsatz: Ein Tier musste bei der Schreinerei Wussler vom Dach gerettet werden. Dass sich dieses als Stoffelefant entpuppte, hat die jungen Floriansjünger nach 23 Stunden im Einsatz dann nicht mehr sehr erstaunt.


Die Angehörigen von Jugendfeuerwehr und Jugendrotkreuz absolvierten am Samstag mit Bravour eine anspruchsvolle Frühjahrsübung bei der Kinzigbrennerei Brosamer. Mit auf dem Bild Betreuer Feuerwehr und DRK.


Die Mädchen vom Jugendrotkreuz kümmerten sich um die geretteten „Verletzten“.


Aus allen Rohren ging es an die Bekämpfung des Brandes.


Thomas Echle, langjähriger Kommandeur der Abteilung Prinzbach, mimte einen Brennerei-Mitarbeiter, der unter einem 100 Liter fassenden Plastik-Container eingeklemmt war. Zur Rettung arbeiteten Jugendfeuerwehr und Jugendrotkreuz Hand in Hand.


Brennmeister Martin Brosamer hatte bei einer Verpuffung in der Brennerei durch den Wasserdampf Brandverletzungen im Gesicht und an beiden Armen erlitten – ein realitätsnahes Szenario.


Als erstes wurde die Jugendfeuerwehr am Samstagvormittag wegen eines „Chemieunfalls“ zur Firma Landmaschinen Fautz gerufen.


Jugendfeuerwehrwart Michael setzte kurz nach 14.30 Uhr den Notruf ab. Interessiert verfolgten die Besucher währenddessen die Ausführungen von DRK-Bereitschaftsleiter Thomas Leopold.


Bei der Gärtnerei Disch hieß es am Abend erneut „Wasser marsch“.


Auf dem Mühlbach wurde gestern Morgen Öl entdeckt –und fachmännisch beseitigt.


Hoch hinaus ging es gestern Vormittag bei der Rettung eines Stoffelefanten.


Quelle: Text/Foto: Andrea Bohner/Offenburger Tageblatt



Generalversammlung 2016

Ruhiges Jahr für die Feuerwehr

Generalversammlung 2016

2015 gab’s elf Alarmierungen in Biberach, darunter auch ein kurioser Einsatz / Lob von der Gemeinde
 
Die Feuerwehr Biberach bilanzierte am Freitag ein ruhiges Einsatzjahr. Elf Mal gab es Alarm, die Wehr musste dabei allerdings nur zu kleineren Einsätzen ausrücken. Untätig waren die Floriansjünger natürlich dennoch nicht: Es wurde geprobt und Schulungen verbesserten den Ausbildungsstand weiter.

Biberach. Die Feuerwehr ist heutzutage längst nicht nur dafür da, um kleine und große Brände zu löschen, sondern hat sich im Laufe der Zeit zu einer Art multifunktionellen Einsatztruppe gewandelt. Allerdings sollten die Wehrmänner auf große Schadensereignisse vorbereitet sein. So in etwa lässt sich der Jahresbericht von Biberachs Kommandant Klaus Disch zusammenfassen, den er bei der Hauptversammlung am Freitagabend im FVB-Clubheim gab.
Disch berichtete von elf Einsätzen aller Art, die 2015 von der Türöffnung über Öl-Einsätze, einer Tierrettung bis hin zur Befreiung eines Kleinkindes reichten, das kurios in einem Toilettenaufsatz feststeckte. »Feuer haben wir auch mal gesehen«, so Disch augenzwinkernd, als er über einen brennenden Traktor auf einem Feld sprach, den die Wehr ablöschte.
Es war also ein ruhiges Einsatzjahr für die Biberacher Feuerwehr mit ihrer Abteilung Prinzbach. Arbeit gab es dennoch, denn die Biberacher hatten 29 Übungsabende, eine Herbstprobe beim Prinzbacher Gasthaus »Kreuz« und zahlreiche Ausbildungen absolviert. Klaus Disch appellierte an seine Aktiven, aufbauend auf dem Fundament einer guten Kameradschaft, bei Einsätzen eine homogene Truppe zu bilden. »Ein Team, in dem sich jeder auf den anderen blind verlassen kann«.
Auch beim vorbeugenden Brandschutz war die Wehr aktiv, so wurden Kinder und Personal der Biberacher Kindergärten geschult. Beim nunmehr dritten  Brandschutztag wiederum stellte die Wehr sich und ihre Arbeit der Öffentlichkeit vor. Feuerwehrarbeit bedeutet auch Unterstützung der örtlichen Vereine. Dazu zählen Verkehrslenkungsmaßnahmen, Parkplatzdienste und Nachtwachen bei größeren Veranstaltungen.


Geübt, geprobt, gewacht
Geübt, geprobt und den ruhenden Verkehr überwacht hatte auch die Abteilung Prinzbach, wie Abteilungskommandant Pirmin Huber berichtete. Beiden Abteilungen gemeinsam ist auch die Tatsache, dass die Geselligkeit gepflegt wird. So gibt es Hocks, Ausflüge oder Gratulationen, wenn Feuerwehrkameraden heiraten, Geburtstag haben oder die Familien Nachwuchs bekommen.
Die Jugendfeuerwehr Biberach erfreut sich guter Resonanz: 25 Proben und Veranstaltungen bilanzierte Jugendwart Michael Weng für die 15 Jungen und drei Mädchen. Und auch eine eigene Probe beim Kindergarten St. Blasius hatten die jungen Feuerwehrleute absoviert, deren Durchschnittsalter bei 14 Jahren liegt. Beim Probenbesuch waren die Jungen sogar deutlich besser als die gestandenen Feuerwehrleute der Abteilung Biberach: Diese hatten es auf 65 Prozent gebracht, der Schnitt bei der Jugend lag bei 80 Prozent.
Hans Gissler schließlich berichtete für die Altersabteilung von regelmäßigen Treffen, die der Kameradschaftspflege dienen.
Nach der Ehrung der fleißigsten Probenbesucher zollte Bürgermeisterin Daniela Paletta der Feuerwehr ein dickes Lob: »Wir sind stolz auf eine so motivierte und gut ausgebildete Feuerwehr«, sagte sie. »Die Kompetenz und die schnelle Hilfe kann nicht hoch genug eingeschätzt werden«, würdigte die Bürgermeisterin die Arbeit der Ehrenamtlichen und sicherte der Truppe auch im Namen des Gemeinderats Unterstützung zu.

Investitionen
Diese Unterstützung hatte sich im vergangenen Jahr auch  darin gezeigt, dass die Feuerwehr Biberach von der Gemeinde einen neuen Mannschaftstransportwagen, 20 neue Helme und einen Faltbehälter zur Löschwasseraufnahme bekam.
Dieser neue MTW soll übrigens beim nächsten Brandschutztag offiziell eingeweiht werden, kündigte Klaus Disch in seinem Ausblick an. Und der Kommandant würde sich freuen, wenn bis dahin auch das historische Feuerwehrfahrzeug fertig wäre, an dessen Wiederherstellung schon geraume Zeit gearbeitet wird. Dann könnten gleich zwei Feuerwehrfahzeuge geweiht werden.

 

VEREINSINFO
Feuerwehr Biberach
Gründung: 1872
Aktive/Mitglieder: 47,
Abteilung Biberach: 31, Abteilung Prinzbach: 16,
Jugendfeuerwehr: 17,
Altersabteilung: 24
Kommandant: Klaus Disch
Kontakt:  07835/631910 (Geräte­haus)

 
Quelle: „Offenburger Tageblatt/Dietmar Ruh“


Presseberichte 2015

Neuer Mannschaftstransportwagen

Neues Feuerwehrfahrzeug in Dienst gestellt

Mannschaftstransportwagen wird auch als Einsatzleitfahrzeug sowie für Besorgungsfahrten und die Jugendarbeit genutzt


Mannschaftstransportwagen der Feuerwehr Biberach

Biberach. Grund zum Feiern gab es am Freitagabend, 04.12.2015 im Feuerwehrgerätehaus in der Brucher Straße: Der neue Mannschaftstransportwagen wurde gegen 18 Uhr in Wolfach abgeholt und sofort in Dienst gestellt.

Auch wenn es ein freudiger Anlass war und wie aus dem Nichts sogar ein Nikolaus aufgetauchte: Die Anschaffung eines neuen MTW ist nicht etwa eine milde Gabe, sondern für die Einsatzbereitschaft der Wehr eine dringende Notwendigkeit gewesen. Bereits ein Vierteljahrhundert ist es her, dass für die Freiwillige Feuerwehr Biberach ein derartiges Neufahrzeug angeschafft worden war – und abgesehen vom „Zahn der Zeit“, der sowohl an diesem wie auch an dem vor wenigen Jahren kurzfristig als Ersatz beschafften, ausgedienten MTW der Feuerwehr Schutterwald genagt hatte – ist sein technische Stand komplett überholt. So fehlten grundlegende Sicherheitseinrichtungen wie beispielsweise die Gurte. Ein großes Problem, zumal das Fahrzeug auch für Aktionen der Jugendfeuerwehr genutzt wurde.

Unter dem Strich, so Kommandant Klaus Disch, sei der Mannschaftstransportwagen das meistgenutzte Fahrzeug der Feuerwehr. Umso größer war die Erleichterung, als der „Neue“ am Freitagabend vor das Feuerwehrgerätehaus gerollt kam, wo der VW Crafter schon von zahlreichen Mitgliedern der aktiven Wehr, der Jugendfeuerwehr und von den Alterskameraden erwartet wurde. Kurz darauf trafen auch einige Gemeinderäte ein, die nach stundenlangen Haushaltsberatungen noch Kraft für eine kurze Begutachtung gefunden hatten. Kommandant Disch dankte ihnen und Bürgermeisterin Daniela Paletta dafür, dass sie die wichtige Investition mitgetragen haben. Die Gemeinde hatte für die Maßnahme im laufenden Haushaltsjahr 64.000 Euro eingestellt, für die Anschaffung wurde ein Landeszuschuss in Höhe von 12.000 Euro bewilligt.

Acht Personen finden in dem neuen, 130 PS starken Fahrzeug Platz, dessen Aufbau bei der Firma Rauber in Wolfach erfolgt ist. Es muss gleich mehrere Funktionen erfüllen: So dient es zum Mannschaftstransport, als Einsatzleitfahrzeug und wird für Besorgungsfahrten genutzt. Und es ist für die Jugendarbeit unverzichtbar. Als besondere Ausrüstung bietet es eine Umfeldbeleuchtung mittels LED-Lampen – sehr wichtig an dunklen Einsatzorten – sowie eine Lautsprecheranlage, welche Möglichkeiten zur Bevölkerungswarnung gibt. Außerdem ist im Heck in übersichtlicher Form das Verkehrssicherungsmaterial untergebracht, weiter ein Notfallrucksack sowie Feuerlöscher.

Da der neue MTW auch als Einsatzleitfahrzeug genutzt wird, verfügt er über einen eingebauten Schreibtisch, die entsprechende Funksprechanlage mit Einsatzstellen- und Leitstellenfunk sowie eine Vorrichtung für ein Faxgerät. Auch ein Laptop wird vorhanden sein. Die Einsatzunterlagen werden zukünftig in einem herausnehmbaren Hängeregister ebenfalls in dem Fahrzeug untergebracht werden. Das von der Feuerwehr Schutterwald übernommene Fahrzeug Baujahr 1990 darf übrigens noch nicht in den Ruhestand gehen. Der Oldie wird als vorübergehende Notlösung für ein fehlendes Transportfahrzeug eingesetzt.

Ganz überraschend kam – offensichtlich von drauß vom Walde –   der Nikolaus her.

Auch Heckbereich des MTW wurde genau erläutert (von links): Ortsvorsteher Klaus Beck, Kommandant Klaus Disch, Bürgermeisterstellvertreterin Angelika Ringwald und Gemeinderätin Marita Echle.
Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr freuen sich über das neue Fahrzeug, dass auch für die Jugendarbeit eingesetzt werden wird.

Am Freitag wurde der neue Mannschaftstransportwagen der Feuerwehr Biberach in Dienst gestellt. Viele aktive Feuerwehrleute, Alterskameraden und Mitglieder der Jugendfeuerwehr waren gekommen, und auch von einigen Gemeinderäten wurde das neue Fahrzeug interessiert begutachtet.  


Pressebericht: Andrea Bohner

Bild: Feuerwehr Biberach




Die Feuerwehr Biberach besteht aus zwei Einsatzabteilungen, der Abteilung Biberach und der Abteilung Prinzbach, sowie einer gemeinsamen Jugendfeuerwehr und einer Alters- und Ehrenabteilung.


Freiwillige Feuerwehr Abteilung Biberach

Abteilung Biberach

In der Gemeinde Biberach gibt es bereits seit 1872 eine Freiwillige Feuerwehr. Damals wurde ein Brand noch mit pferdegezogenen Handdruckspritzen bekämpft und sämtliche Gerätschaften waren im Rathaus untergebracht. Heute verfügen wir über ein modernes Gerätehaus in der Brucherstraße, in dem von der Atermschutz-Werkstatt bis zum Schulungsraum alles für einen geordneten Feuerwehrdienst vorhanden ist. Auch bei den Fahrzeugen, Geräten und Ausrüstungsgegenständen ist die Feuerwehr auf dem neuesten Stand. Sie kann auf einen Mannschaftstransportwagen (MTW), ein Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug (HLF 10/10) und ein Löschgruppenfahrzeug (LF 8/6) zurückgreifen. Die Feuerwehr Biberach fährt im Jahr durchschnittlich zwanzig Einsätze und der Schwerpunkt liegt hier bei der Technischen Hilfeleistung (z.B. Verkehrsunfälle mit eingeklemmter Person). Auf eine gute, umfassende Ausbildung der Mannschaft wird sehr viel Wert gelegt, um den in Not geratenen Mitmenschen kompetent und qualifiziert helfen zu können.
Auch im örtlichen Vereinsleben wirkt die Feuerwehr aktiv mit und natürlich kommt auch die Kameradschaftspflege nicht zu kurz.
 
Interesse geweckt? Hier finden Sie den Feuerwehr-Flyer als PDF zum Herunterladen.


Typ Name Datum Größe
pdf Flyer FFW Biberach Rückseite 14.09.2015 855 KB
pdf Flyer FFW Biberach Vorderseite 14.09.2015 839 KB


Abteilung Prinzbach

Die Feuerwehr Prinzbach wurde 1942 gegründet und war bis zur Gemeindereform 1974 eine selbständige Wehr. Heute ist sie eine Abteilung der Gesamtfeuerwehr Biberach. Sie verfügt über ein eigenes, kleines Gerätehaus im Ortsteil Prinzbach, welches mit viel Eigenleistung der Feuerwehrleute im Jahr 2001 umgebaut und im Folgejahr eingeweiht wurde. Hier ist das moderne Tragkraftspritzenfahrzeug Wasser (TSF/W) untergebracht. Die durchschnittliche Einsatzquote liegt bei 7 Einsätzen pro Jahr (davon überwiegend als Unterstützung der Abteilung Biberach). Um die Zusammenarbeit der beiden Abteilungen zu stärken, werden regelmäßig gemeinschaftliche Dienstabende durchgeführt. Wie auch bei unseren Kameraden aus Biberach wirken wir bei diversen örtlichen Veranstaltungen von anderen Vereinen aktiv mit.

Die Abteilung Prinzbach zählt derzeit 16 ehrenamtliche Mitglieder, davon sind 2 Frauen aktiv.


Freiwillige Feuerwehr Biberach - Abteilung Prinzbach
Hintere Reihe (erhöht stehend) von links nach rechts: Rappenecker Martin; Beck Anton; Vitt Ramon; Becherer Frank - Vordere Reihe von links nach rechts: Abteilungskommandant Huber Pirmin; Schmidt Josef; Dorner Josef; Echle Christof; Cunico Sabrina; Haas Martin; Echle Thomas; Becherer Markus; Stellv.- Abteilungskommandant Huber Gerhard. - Nicht Anwesend sind: Fix Jenny; Herrmann Thomas; Haas Mathias
 

Jugendfeuerwehr

Die Feuerwehr Biberach hat seit 1997 eine Jugendfeuerwehr, in der Jugendliche zwischen 11 und 17 Jahren ihre Freizeit sinnvoll gestalten können. Neben dem Erlernen der feuerwehrtechnischen Grundbegriffe und der Teamfähigkeit wird auch auf die gemeinsame Freizeitgestaltung großen Wert gelegt. Hierzu gehören z.B. Zeltlager, Schlittschuhlaufen, Radtouren und vieles mehr. Ziel ist es, die Jugendlichen später in die Einsatzabteilung zu übernehmen und somit den nötigen Personalstand zu sichern.

Jugendfeuerwehr
Jugendfeuerwehr

Kontaktdaten

Feuerwehrabteilung Biberach

Feuerwehrgerätehaus Biberach
Brucherstraße 14a, 77781 Biberach
Telefon   +49 (7835) 631910
Fax          +49 (7835) 631930
E-Mail    info@feuerwehr-biberach-baden.de

Gesamtkommandant und Abteilungskommandant der Abt. Biberach:
Klaus Disch, Birkenweg 22, 77781 Biberach
Telefon    +49 (7835) 1287

Stellv. Gesamtkommandant und stellv. Abteilungskommandant der Abt. Biberach:
Clemens Wußler, Hauptstr. 46, 77781 Biberach
Telefon   +49 (7835) 8119

Jugendwart
Michael Weng, Erzbach 11, 77781 Biberach
Mobil      +49 (179) 9974111


Feuerwehrabteilung Prinzbach
 
Feuerwehrgerätehaus Prinzbach
Dörfle 23, 77781 Biberach
Telefon   +49 (7835) 631899
Fax          +49 (7835) 631958
E-Mail    prinzbach@feuerwehr-biberach-baden.de

Abteilungskommandant der Abt. Prinzbach:
Pirmin Huber, Bergwerkstr. 9, 77781 Biberach-Prinzbach
Telefon   +49 (174) 7777508
 
Stellv. Abteilungskommandant der Abt. Prinzbach:
Gerhard Huber, Emmersbach 18, 77781 Biberach
Telefon    +49 (7835) 7600